Tag der Tropenwälder
Tag der (Tropen-)Wälder

Seit dem 14. September 1989 wird jährlich am "Tag der Tropenwälder" auf die drohende Zerstörung der Tropenwälder hingewiesen. Der Aktionstag wurde von der Natur- und Umweltschutzorganisation "WWF" ins Leben gerufen und auf den Geburtstag von Alexander von Humboldt gelegt, einem der bedeutendsten deutschen Forschungsreisenden. Zwischen 1799 und 1804 erforschte er die Regenwälder Süd- und Mittelamerikas und konnte eine Vielzahl neuer Erkenntnisse gewinnen, die für die Europäer bis dato unbekannt waren.

Diesen Tag haben wir zum Anlass genommen um auf den Schutz der Wälder hinzuweisen – sowohl den der tropischen als auch unserer heimischen.
Erfahren Sie mehr über unsere Marken, die einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Wälder leisten. Ebenso haben wir allerlei Wissenswertes über die Regenwälder, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und den Rohstoff Bambus zusammengefasst. Entdecken Sie auch unsere Tipps, wie Sie selbst aktiv zum Schutz der Wälder beitragen können.

Wissenswertes über die Regenwälder

Welchen Bedrohungen sind die Tropenwälder ausgesetzt?

Eine der Hauptbedrohungen ist die Rodung der Wälder. Pro Minute wird eine Fläche abgeholzt, die der Grösse von 40 Fussballfeldern entspricht. Die Gründe für die Abholzung sind vielfältig. Flächen werden in Plantagen umgewandelt, für die Viehzucht genutzt, Tropenhölzer werden für die Papier- oder Möbelindustrie benötigt und der Boden unter den gerodeten Wäldern ist aufgrund der Bodenschätze, wie beispielsweise Aluminium, interessant.

Welche Bedeutung haben die tropischen Wälder?

Die Regenwälder sind die "grünen Lungen" der Erde.
Für das Klima sind die tropischen Regenwälder essentiell. Sie wirken dem Klimawandel entgegen. Denn die Tropenwälder produzieren 40 % des Sauerstoffs weltweit. Ebenso binden Sie auch Kohlenmonoxid.
Auch für die Pflanzen- und Tierwelt sind sie ein wichtiger Lebensraum. Mehr als die Hälfte aller Tierarten weltweit ist im Regenwald zuhause. In der Vergangenheit wurden viele Pflanzen- und Tierarten bereits ausgelöscht. Durch die anhaltende Rodung großer Waldflächen verschwindet immer mehr Lebensraum der Tiere und Pflanzen.

Orang-Utah im Regenwald

Unsere Marken, die einen Beitrag zum Schutz der Wälder leisten

Vielen Marken bei Müller liegt der Umweltschutz sehr am Herzen. Wir möchten Ihnen nachfolgend einige Unternehmen vorstellen, die auch speziell auf den Schutz der Wälder achten:

Biokosma

BIOKOSMA steht für nachhaltige Schweizer Naturkosmetik. Und auch bei den Verpackungen wird streng auf Nachhaltigkeit geachtet. Bei der Produktion der Produkte wird zwangsläufig CO2 ausgestossen, diese Belastung gleicht BIOKOSMA jedoch mit der Förderung nachhaltiger Projekte von der Umweltorganisation Climate Partner wieder aus, zum Beispiel durch das Waldaufforstungsprojekt der Schweizer Wälder. So werden nach und nach Produktlinien klimaneutral hergestellt.
Zudem unterstützt BIOKOSMA ein internationales, zertifiziertes Waldaufforstungsprojekt in Pará, Brasilien. Auf 90'000 Hektar schützt das Projekt Ecomapuá den Wald und verbietet kommerzielle Abholzung.

Medicom

Kleiner Baum – Grosse Wirkung
Das Jahr 2020 ist für Medicom ein ganz besonderes: Denn Medicom feiert den 25. Geburtstag. Anlässlich des Firmenjubiläums möchten sie einen positiven Beitrag für unseren Planeten leisten. Das Ziel ist es, weltweit Bäume zu pflanzen und anhaltende Veränderungen zu erreichen. Derzeit haben 30'000 Bäume eine Patin/einen Paten gefunden. Beim Kauf von Medicom Produkten kannst du Baumpate werden.

Kneipp

Die Traditionsmarke Kneipp steht seit über 125 Jahren für wirksame, innovative und natürliche Produkte für Wohlbefinden und Gesundheit auf Basis der ganzheitlichen Lehre Sebastian Kneipps. Naturheilkundliche Kompetenz und pharmazeutische Erfahrung, modernste Produktionsverfahren und sorgfältige wissenschaftliche Kontrollen bürgen für, die seit Generationen bewährte, Qualität der Kneipp-Produkte.
Nachhaltigkeit liegt Kneipp sehr am Herzen so natürlich auch bei der Verpackung der Produkte. Für das Etikett der "GoodBye Stress" Wirkdusche muss kein Baum gefällt werden, denn es besteht aus Steinpapier. Bei der Lippenpflege setzt die Naturkosmetik-Marke auf Verpackung aus Graspapier. Zudem wird vermehrt auf Recycling-Verpackungen in unterschiedlichen Bereichen geachtet. Nicht umsonst wurde Kneipp zum wiederholten Male als Green Brand ausgezeichnet und belegte 2019 Platz 3 bei der Nachhaltigkeitsstudie Kosmetik 2019, durchgeführt von Facit Research.

Weleda

Weleda steht seit mehr als 90 Jahren für hochwertige Naturkosmetik und verzichtet bewusst auf synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe.
Das Unternehmen engagiert sich für den Regenwald auf Borneo. Das Ziel ist die Abholzung des Regenwaldes für Palmölplantagen zu verhindern, um den Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans zu verhindern.
Palmöl ist ein wichtiger Rohstoff, auch in der Naturkosmetik. Da viele Palmölplantagen den Regenwald zerstören, setzt das Unternehmen bereits seit 2011 auf Palmöl aus nachhaltigem, kontrolliert biologischen Anbau. Weleda kooperiert mit der gemeinnützigen Organisation BOS (=Borneo Orangutan Survival) Deutschland um einen Ausgleich schaffen und den Lebensraum der Orang-Utans schützen. BOS sorgt dafür, dass die Bevölkerung vor Ort im nachhaltigen Umgang mit Ressourcen geschult wird, die wirtschaftliche Situation verbessert wird, eine Aufforstung des abgeholzten Regenwalds erfolgt und folglich Zukunft für die Orang-Utans geschaffen wird.

Faber-Castell

Faber-Castell verwendet für seine holzgefassten Stifte weltweit zu 100% FSC- oder PEFC-zertifizierte Hölzer. Das Unternehmen bewirtschaftet bereits seit Mitte der 1980er Jahre in Brasilien nachhaltig 10'000 Hektar unternehmenseigene Kiefernwälder. Diese liefern den Rohstoff für die Blei- und Buntstifte und decken 86% des weltweiten Faber-Castell Holzbedarfs. Jährlich werden rund 300'000 Setzlinge in den eigenen Wäldern gepflanzt. Faber-Castell lässt pro Stunde eine LKW-Ladung Holz wachsen.
Neben der Ressourcensicherung spielt auch der respektvolle Umgang mit der Natur und der einheimischen Gesellschaft für Faber-Castell eine grosse Rolle. Ein Drittel der unternehmenseigenen Wälder bleibt unberührt und bietet so Lebensraum für rund 660 heimische Tier- und Pflanzenarten. Regelmässige Dialoge mit den Stakeholdern stellen sicher, dass auch die lokale Gemeinschaft von den Faber-Castell Wäldern profitieren können.
Die unternehmenseigenen Wälder absorbieren 900'000 Tonnen CO2 und neutralisieren so die Emissionen der weltweiten Produktionsstätten. Zudem deckt Faber-Castell seinen globalen Energiebedarf zu 82% durch erneuerbare Energien.

LOGOCOS

Unser Naturkosmetik-Lieferant LOGOCOS, der die Marken LOGONA, SANTE und Heliotrop führt, engagiert sich für den Schutz des Regenwaldes. Das Unternehmen ist aktives Mitglied im FONAP (Forum nachhaltiges Palmöl) als auch im RSPO (Roundtable Sustainable Palm Oil), um den Anbau von Ölpalmen nachhaltiger zu gestalten und dazu beizutragen, dass Palm- und Palmkernöl künftig als nachhaltig zertifizierte Rohstoffe in ausreichendem Mass verfügbar sein werden und ihren, zu Unrecht, geschädigten Ruf wiederherzustellen.
Palmöl - das am meisten produzierte Pflanzenfett der Welt. Mehr als 50 Millionen Tonnen werden pro Jahr aus den Kernen und dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen. Fast die Hälfte davon wird zur Herstellung von Kosmetik verwendet. Um die globale Nachfrage zu decken, muss vielerorts der Regenwald gigantischen, konventionellen Ölplantagen weichen – auf Kosten von Klima und Umwelt.
Zuletzt wurde vor allem bei der Marke SANTE zum Schutz der Wälder einiges getan, durch die Reduzierung von Faltschachteln. Alle überflüssigen Faltschachteln wurden eliminiert und die noch vorhandenen auf recycelte Fasern (Altpapier) umgestellt. Bei der dekorativen Kosmetik der Marke ist von 89 Produkten nur noch ein Produkt in einer Faltschachtel verpackt. Die Displays bestehen schon zum Grossteil aus Graspapier, welches – wie der Name schon sagt – aus Gras besteht, und folglich nicht auf Kosten des Regenwaldes hergestellt wird.

Schaebens

Schaebens gehört in Deutschland zu den führenden Anbietern von Kosmetik. Die Firmengeschichte des mittelständischen Familienunternehmens reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Als Spezialist für Gesichtspflege bietet Schaebens heute hochwirksame Produkte für jedes Hautbedürfnis an und ist Deutschlands meistgekaufte Gesichtspflege-Marke.
Natürlich ist sich Schaebens seiner Verantwortung bewusst, auch in Bezug auf Nachhaltigkeit führend zu sein. Daher ist die Minimierung des ökologischen Fussabdrucks fester Bestandteil der Unternehmensstrategie.
Gemeinsame mit der Organisation „ClimatePartner“, hat sich Schaebens dazu entschlossen, ein Klimaschutzprojekt im Amazonas in Brasilien zu unterstützen. Ziel des Projekts ist es, die lokalen Waldbestände vor Brandrodung und illegaler Abholzung zu schützen.  Gleichzeitig ist aber auch die Aufforstung des Waldbestands Thema. Durch die Unterstützung des Projekts möchte das Unternehmen seine CO2-Bilanz auszugleichen, soziale Verantwortung zeigen und seinen Teil zum Schutz der Wälder beitragen. Eins der artenreichsten Ökosysteme der Welt wird so geschützt und auch die Bevölkerung vor Ort erhält alternative Einkommensmöglichkeiten.

Bambus: ein nachhaltiger Rohstoff?

Immer mehr Unternehmen setzen bei Ihren Produkten auf den Rohstoff Bambus, aber warum? Und weshalb gilt Bambus als nachhaltig und kann es die Abholzung von Tropenwäldern verhindern?

Bambus ist eine tropische bzw. subtropische Pflanzenart aus der Familie der Süssgräser. Im Vergleich zu Bäumen wächst er rasant schnell, über einen Meter am Tag. Überlegen Sie mal, wie lange ein Baum braucht, um auf die gleiche Grösse zu wachsen. Es kann wesentlich mehr Bambus gefällt werden ohne den Bestand zu gefährden, anders als bei den Bäumen. Es ist in vielerlei Hinsicht ein wertvoller Rohstoff, auch um die Rodung der Tropenwälder zu verhindern. Daher kann er durchaus als nachhaltig bezeichnet werden. Zudem produziert er 35% mehr Sauerstoff als herkömmliche Bäume.

Die Bewohner der Regenwälder verwenden Bambus beispielsweise für den Bau von ganzen Häusern und Möbeln. Auch in Europa wird dieser Rohstoff immer beliebter. Bei vielen Produkten ersetzt er mittlerweile den Plastik. Die Verwendung von Bambus schont unseren Planeten, denn anders als Plastik ist Bambus biologisch komplett abbaubar.

Bei Müller erhalten Sie eine Vielzahl an nachhaltigen Produkte aus Bambus verschiedener Marken.

Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Viele Marken bei Müller beziehen ihre Rohstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Häufig ist bei den Produkten von "FSC®-zertifiziertem Holz" die Rede. "FSC" (=Forest Stewardship Council) ist eine internationale Non-Profit-Organisation, zugleich steht der Begriff auch für das von der Organisation entwickelte Zertifizierungssystem und das FSC®-Zeichen (Logo).
Entscheidet sich der Kunde zum Kauf von Holz- oder Papierprodukten mit dem FSC®-Label, so unterstützt er einen nachhaltigen Umgang mit den Waldressourcen. Denn das FSC®-System sichert die Nutzung der Wälder gemäss den sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen.

"Blauer Engel" ist seit mehr als 40 Jahren das Umweltzeichen der Bundesregierung und kann Orientierung beim nachhaltigen Einkauf bieten.
Produkte aus Recyclingpapier mit dem "Blauen Engel" garantieren, dass die Papierfasern der Produkte aus 100% Altpapier gewonnen werden.


CEWE
liegt als Papier verarbeitendes Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Deshalb werden das CEWE FOTOBUCH und alle anderen CEWE Markenprodukte vollkommen klimaneutral produziert – nachweislich und ohne Mehrkosten für den Kunden. Zudem sind die Produkte FSC®-zertifiziert. Anfallende CO2-Emissionen kompensiert CEWE zum Beispiel durch Wiederaufforstung und den Schutz bestehender Wälder in Kenia mit dem Projekt Kasigau Wildlife Corridor. Dieses schützt den durch Brandrodung und Abholzung gefährdeten Trockenwald auf einer Fläche von rund 200.000 Hektar – das entspricht etwa der doppelten Fläche Berlins.

Was ist Ihr Beitrag zum Schutz der Wälder?

Schon kleine Massnahmen helfen dabei, den Wald zu schützen. Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengestellt:

  • Papier einsparen, ansonsten Recyclingpapier nutzen oder mehrfach verwenden
  • Bewusster Fleischkonsum: besser weniger Fleisch oder kein Fleisch
  • Keine Möbel aus Tropenhölzern kaufen
  • Smartphones so lange wie möglich verwenden, denn zur Produktion sind Edelmetalle nötig, die meist nur in tropischen Wäldern vorkommen

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